Sopranistin Rachel Harnisch

Presse & Medien

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Konzert

Mahler, Schubert, Strauss im KKL

Benefizkonzert mit dem Human Rights Orchestra

Donnerstag, 6. Juni 2019

Rachel Harnisch, Sopran
Human Rights Orchestra
Alessio Allegrini, Leitung

Rachel Harnisch Human Rights Orchestra Lucerne 19

Der einsame Gipfel dieses Donnerstagabends im Konzertsaal des KKL ist die Schweizer Sopranistin Rachel Harnisch. Sie singt die ruhigen und in sich gekehrten Lieder «Nacht und Träume» (Franz Schubert) und «Morgen» von Richard Strauss. In Schuberts Notation gibt es nur eine dynamische Angabe: «Pianissimo». Aber Rachel Harnisch verleiht diesem Wort Reichtum und Innerlichkeit, führt das Stück zu Meditation und Gebet in einem. Zerbrechlich, klangschön und tragend füllt ihr Gesang das KKL. Das Raum liefert das akustische Grundwerk und Rachel Harnisch weiss es subtil und kunstvoll zu nutzen. Ein aufregender Moment gerade in seiner Unaufgeregtheit.

In «Morgen» spinnt die Sopranistin einen intimen Dialog mit dem Konzertmeister Sebastian Breuninger vom Gewandhausorchester Leipzig. Weite Bögen, die sich wie natürlich umeinander weben. Mit dosiert eingesetztem Vibrato setzt sie kurze Spitzen, dichte Wellen, die direkt ins Innere zielen. Mit dosiert eingesetztem Vibrato setzt sie kurze Spitzen, dichte Wellen, die direkt ins Innere zielen. Diese leisesten Stellen sind der Höhepunkt des Abends.